Dreamer

Brandenburger, Wallach, geb. 2004

Offiziell ist Dreamy seit dem Kauf von Simba das Pferd meiner Schwester. Wo wir uns früher gestritten haben, herrscht nun eine wunderbare Einigkeit zwischen uns, und so kommt es, dass jeder von uns von „meinen Pferden“ spricht. Ich darf mit dem „Kleinen“ alles tun, was ich auch mit Simba tun würde und genieße das sehr. Herzlichen Dank dir, kleine Schwester! < 3

Dreamer zog im April 2009 bei uns ein.

Er war 5, hibbelig, konnte von 0 auf 100 aufdrehen in weniger als 1 Sekunde und tat das auch. Ich denke, sein Start ins Leben war nicht der Beste. Auf jeden Fall übernahmen wir ihn aus einem Verkaufsstall, in welchem er 23 Stunden in der Box verbrachte und 1 Stunde am Tag geritten wurde – möglichst schnell, um den „Dampf“ aus ihm heraus zu bekommen.

In seiner Abstammung finden sich viele Vollblüter. Bei Dreamer sieht man, dass denen völlig zu Recht Zähigkeit, Kampfgeist und ein starker Wille nachsagt werden Im Kampf hätten wir nie gegen ihn gewonnen, weil er nicht aufgibt. Seine Augen werden hart und verschlagen – fühlt er sich nicht verstanden, arbeitet er im Gegensatz zu Simba nicht nur nicht mit, sondern aktiv und überlegt dagegen.

Das haben wir glücklicherweise sehr früh heraus gefunden und uns auch vom kleinen Professor sehr viel beibringen lassen – vor allem über tief sitzendes Misstrauen, immer wieder hochkochende Panik und Überreaktionen. Es ist schön zu sehen, dass diese Momente immer seltener wurden und so gut wie verschwunden sind!

Seitdem er verstanden hat, dass die Zweibeiner nette Wesen sind, hat er sich zu einem arbeitseifrigen, neugierigen, menschenbezogenen, intelligenten Schüler entwickelt, der es liebt zu schmusen und eifersüchtig darüber wacht, bloß nicht zu kurz zu kommen. Die Paranoia, festgehalten zu werden, wird er vermutlich nie ganz verlieren – so mag er alles „Je freier, desto lieber!“.