Arbeit vom Sattel

„Wir haben fast vergessen, was für ein Wunder es ist, dass ein Tier, so groß, so kraftvoll und intelligent wie ein Pferd, einem anderen, weit schwächeren Wesen erlaubt, auf seinem Rücken zu reiten.“

Ich würde nicht mehr auf die Idee kommen, mich auf ein Pferd zu setzen, mit welchem ich am Boden nicht kommunizieren kann – und das würde ich grundsätzlich auch keinem Schüler empfehlen. Stimmt die Verständigung am Boden, ist eine gute Grundlage gelegt.

Von beiden Seiten ist das Vertrauen gewachsen – und so fällt es einfacher, zu führen, bzw. sich führen zu lassen.

Das Verständnis für gute Bewegung muss nun erfühlt werden. Dabei ist es hilfreich, dass das Auge in der Bodenarbeit zuvor schon geschult wurde. Nun müssen die gespeicherten Bilder mit dem Gefühl übereinander gebracht werden – das ist erneut eine große Herausforderung.

 

Und wofür die ganze Dressurarbeit? Sowohl am Boden als auch geritten erhält sie uns das Pferd gesund und macht es wendig, geschmeidig und kraftvoll. Dressur ist in meinen Augen Grundlage für alles andere, da sie das Pferd befähigt, den Reiter tragen zu können.

Und sie gibt uns die gemeinsame Sprache, die wir benötigen, um uns frei und vertrauenvoll und auch mal SCHNELL auch außerhalb der Reithalle zu bewegen.

Nach der Grundausbildung in Bezug auf die Hilfen und die muskuläre Tragfähigkeit bin ich begeistert auch im Gelände, beim Springen und auf Stoppelfeldern unterwegs – weil all das einfach Spaß macht = )