Führung – ruhig, konsequent, eindeutig?

Hier Teil 2 des Kursberichtes bei Celina Harich.

Jeder von uns Teilnehmern steht auf einem anderen Level. Spannend, dass die Frage: Wie führe ich mein Pferd, wie vermittle ich ihm die Sicherheit, die es braucht, um freiwillig und gern zu folgen? für alle relevant war.
Dafür sind vor allem zwei Punkte unendlich wichtig. Bewusstheit über das derzeitige Ziel, Körpersprache und die Integrität von beiden.

Pferde sind unglaublich feinfühlig für Unstimmigkeiten zwischen dem, was scheint und dem, was tatsächlich ist. Und sie sind Fluchttiere, die erst dann aufhören, ihre Umgebung nach Gefahren zu scannen, wenn jemand an ihrer Seite ist, dem sie zutrauen, das zuverlässig für sie zu übernehmen. Und wenn dieser jemand die Souveränität hat, aus der ‚Gefahr‘ heraus zu führen.

„Bei ruhigem Wetter kann jeder leicht Steuermann sein.“ (Chinesisches Sprichwort)

Sowohl Menschen, die sehr laut und forsch auftreten, aber eigentlich unsicher sind, als auch solche, die ihre Unsicherheit und Selbstzweifel offen nach außen tragen, haben es daher schwer.

Je nach Charakter des Pferdes treten Probleme deutlich oder kaum sichtbar auf. Ein unsicheres Pferd wird durchgehen oder panisch zur Seite springen, ein selbstbewusstes Pferd wird unauffällig sein, aber seinen eigenen Weg gehen, d.h. es wird nicht weichen, im Zweifel seinen Menschen umspringen und nicht zuhören. Die Nuancen dazwischen sind vielfältig, aber alle zeigen sie deutlich die fehlende Führung und Sicherheit durch den Menschen auf.

Vor dem Umgang mit Pferden gilt daher, sich Gedanken über das eigene Auftreten, das Selbstbild und die Wertigkeit zu machen. Was kann ich? Was kann ich (noch) nicht? Wie möchte ich wirken? Was hält mich davon ab? Ruhe ich in mir selber und kann in diese Ruhe noch jemanden einlassen, ohne sie zu verlieren?

 

Ich will meistens zu schnell zu viel auf einmal. Am Boden habe ich gelernt, fokussiert bei meinem Ziel zu bleiben, zu atmen und konsequent zu arbeiten. Bei mir ging es im Kurs um das authentische, ruhige Führen beim Reiten. Immer, wenn mein Sitz oder mein Atem angespannt wurden, weil ich nicht mehr in Ruhe darauf vertraut habe, zu wissen, was ich will und tue, ist Simba diesen Zeichen in die Verspannung gefolgt.

Das gleiche Phänomen konnte ich bei anderen in der Hand-und Bodenarbeit beobachten. Ganz am Anfang der gemeinsamen Ausbildung geht es um das punktgenaue Führen von Schulter und Hinterhand, Verlangsamen und Beschleunigen des Pferdes. Sei es, weil sie noch nicht geschult sind im Annehmen der Hilfen oder weil sie die eigentlichen ‚Führer‘ sind, viele Pferde drängen und schieben ihre Menschen konsequent über den Platz, ohne dass die es merken.

…und so geht es dann bei der Arbeit in den Seitengängen weiter: auch hier ist wichtig, dass der Mensch eine klare Bewegungsrichtung hat und diese hält.

Celina ließ uns an diesem Wochenende viel untereinander üben und nahm auch mal selbst die Zügel der ‚Menschenpferde‘ in die Hand. Diejenigen, die den Unterschied zwischen ihrer und unserer Führung unmittelbar fühlen durften, waren beeindruckt. Auch wir Menschen spüren ganz klar Fokus und Präsenz.

Daran sollten wir trainieren, damit unsere Führung authentisch ist und unsere Pferde sich uns aus freien Stücken gerne anvertrauen = )
 

Leadership

The second topic of the clinic with Celina Harich was how to lead authentically, in a way, our horses decide to follow voluntarily.

Each if us trains on a different level, but for all it was as important. Two points stay the same: awareness about the actual purpose, our body language and the integrity between both. 

Horses are unbelievable sensitive for discrepancies between what is and what seems to be. Thats because they are flight animals – they just stop scanning their surrounding for one reason: a creature which interferes safety. Both, humans who perform in a very pushy and forceful way without really beeing it and humans acting shy and reluctant will not be an acknowledged leader. 

Nearly all horses will mirror those manners, some more obvious with bucking or mounting than others whoch ‚just‘ push their humans over the riding area. 

So before working with any horse, reflect your own personality. What can I do? What do I still have to learn? How do I want to appear? What detains me? Can I let rest everything beside the present moment?

My problem was to think about to many things at one moment, so I lost my focus with no outcome at all. I get tensed, stopp breathing steadily and take my horse with me. I managed to fix it during the work on the ground, but it returned in the ridden work. During the clinic, we focussed on relaxation and that I always have in mind what we are working on. 

This was the same in the work of the other participants, no matter if in basiswork, groundwork or work in hand. 

We practised a lot – as well with our companions. Celina showed us the difference between our and her guidance and it was really interesting to see, that we felt it as clear as our horses would do. 

We should train our focus and awareness, that our horses want to follow us, and we don’t need to tell them to. = ) 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s