Träumzeit

In der Zeit bei Bent in Dänemark habe ich sehr oft innegehalten in meiner Arbeit, weil sich mir auf einmal ein Ausblick bot, der schöner nicht sein könnte. Im Umkreis ist so wenig Bebauung, dass morgens und abends bei gutem Wetter fantastische Sonnenauf- und Untergänge zu beobachten waren.

Nicht immer ist es mir gelungen, den Moment mit allen Sinnen zu genießen und mich am Anblick zu freuen, statt mit der Mentalität „schnell, schnell, die Arbeit muss gemacht werden“ weiter zu rennen.

Oft genug habe ich mir aber diese Zeit genommen und sie als sehr wertvoll erlebt.

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Nur der Moment zählt – wer ständig dabei ist, Altlasten von gestern zu wälzen oder in der Zukunft zu planen, ist nie ganz an einem Ort. Der Körper ist da – die Seele nicht.

„Man soll sich mehr um die Seele als um den Körper kümmern,
denn Vollkommenheit der Seele richtet die Schwächen des Körpers auf,
aber geistlose Kraft des Körpers macht die Seele nicht besser.“

( Demokrit)

Die akademische Reitkunst erzieht zur Bewusstheit, zur Achtsamkeit und zur Beschäftigung mit sich selbst. Aber was hilft uns das, wenn wir es vergessen, sobald wir das Pferd zurücklassen und uns Anderem zuwenden? Im Alltag müssen wir schauen, dass wir die gleichen Mechanismen einbauen – Dankbarkeit, Zufriedenheit, innere Ausgeglichenheit. Für mich war es sehr friedlich, mir ein paar Minuten Träumzeit einzugestehen, einzuatmen, die Farben zu genießen und den Fokus auf das Positive zu richten.

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