Die Parade.

In der akademischen Reitkunst geht es immer wieder um die Schulung der Parade: Wie reagiert das Pferd, wenn Zügel-, Gebiss-, Sitzhilfen ihm sagen, das Tempo zurück zu nehmen oder anzuhalten?

Stoppt es auf der Vorhand und die Hinterhand bleibt steif?

Oder stoppt es, in dem es die Hanken senkt und das Gewicht auf die Hinterhand bringt?

Letzteres ist das, was wir wollen. Das bedeutet, dass sich Fessel-, Sprung-, Knie- und Hüftgelenk beugen müssen. Dann wird die Bewegungsenergie nach vorne bei Tempo- oder Richtungsänderung von der Hinterhand abgefangen und das Pferd bleibt in Balance und wendig.

„Reiter sind ein seltsames Volk – sie wissen nicht, was sie wollen, aber sie wollen es jetzt.“

(Bent Branderup)

Wie wir das dem Pferd erklären, ist ein langer Weg, der vor allem beim Verständnis des Menschen beginnt. Ohne Grundkenntnisse der Anatomie des Pferdes geht es sowieso nicht. Darüber hinaus ist es so wichtig, ein Bild im Kopf und Gefühl in den Händen entwickelt zu haben. Wie rotiert der Brustkorb, wenn ich eine Parade gebe? Was passiert mit der Schulter? Wie bewegt sich das Becken? Wie sieht es aus/ fühlt es sich an, wenn es richtig ist – und wie wenn es falsch ist?

Als dieses Video aufgenommen wurde, war ich stolz. Simba schiebt aber sein Gewicht über die gestreckten Gelenke der Hinterhand nach hinten, er beugt sie nicht. Die Kruppe wird nicht tiefer, dafür sinkt der Brustkorb ab. Und die Bewegungsrichtung der Hinterhand geht nach außen, nicht nach innen. Alles in allem sind da noch einige – bedeutende – Fehler.

Während der Zeit in Dänemark habe ich jeden Tag zusehen können, wie das Zusammenspiel der Gelenke der Hinterhand aussehen sollte bei der Versammlung. Mein inneres Bild hat sich also zunehmend gefestigt. Geholfen hat mir die Vorstellung, dass sich das Pferd wie eine Banane (also gebogen) um einen fixen Punkt dreht. Zusammen mit dem Unterricht haben Simba und ich verstanden, dass uns genau an dem Punkt etwas wichtiges fehlt.

Hier ist ein Video aus Dänemark, die Parade sieht ganz anders aus. Vor dem Widerist ist Simba erhabener, die Knie- und Sprunggelenke fangen an, die Bewegung mitzumachen.

Vorher ging es nicht wirklich weiter. Da die Basis nicht korrekt war, haben uns alle Seitengänge, Trab- und Galoppreprisen nicht helfen können. Ich habe mich aber nicht damit auseinander gesetzt, wie ich das fehlende Bild in meinem Kopf malen, mir Lehrer suchen kann, die mir dies mit ihren Pferden zeigen, oder Videos oder Bilder unter diesem Fokus anzugucken. Die Zeit durfte ich dann in Dänemark nachholen. ; )

„Slow and right beats fast and wrong!“ (Pat Parelli)

 

 

Less is more…

In the Academic Art of Riding again and again there is the topic of the parade: How does the horse react, if the reins, the bridle or the seat tells him to slow down or stop?

Is it stopping on the forehand with a high hindquarter?

Or is it stopping on the other way – with bended haunches and therefor a bowed hindquarter?

The latter is what we want the horse to do. That means, that all the joints of the hindquarter shall bend. Than the forward direction of movement is intercepted with the haunches in case of a change in the tempo or the direction. As a consequence, the horse stays in balance and can act agile as well.

„Riders are strange – they don’t know what they want, but they want it just now.“

(Bent Branderup)

So why do we try to explain our horses first, what shall start with our understanding? Without a detailed knowledge about the anatomy it isn’t possible anyway. In addition we must have a schooled view and feeling in our hands. How does the rotation of the chest look and feel? What happens to the shoulder? How is the hip moving? When it is wrong and when it is false?

When this video was taken, I was really proud of our work. But Simba pushes his weight over the stretched joints of his hindquarter, the haunches aren’t bending. The hip doesn’t come deeper, therefore the shoulder falls down. The direction of movement goes to the outside hintfood, not to the inside one. All in all, there are many errors.

During our time in Denmark I could observe Bents work with the school halt every day with several horses. So my view was schooled a lot. Besides our lessons helped me to get the right feeling in my hands (and in my seed as well). The idea of a banana, which is curved, provided me the right illustration, how the horse should move around a fixed point.

Here is a video from Denmark, which is better than the one before. Simba starts growing in front of the wither, the haunches start to bend in their entirety.

Neither our work in trot and canter nor the side movements could have helped us before, because the basis wasn’t correct. I should have been employed with searching a possibility to build up an illustration in my head, tutors to show me what’s right or videos or pictures for a thorough study. THAT I could catch up in Denmark.

„Slow and right beats fast and wrong!“

(Pat Parelli)

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